Katholische Pfarrgemeinde St. Gertrud Herzogenrath
 


Traditionsbewußtsein und zeitgemäße Seelsorge. Wir sind für Sie da. Seit 1116.

Ostern

Ostern 2018

Neu-Werdung

In unseren gegenwärtigen Zeiten ist das Reparieren einigermaßen aus der Mode gekommen. Man wirft weg und kauft neu. Außerdem ist es immer ratsam,  „die neueste Version“ oder „das neueste Modell“ zu besitzen. Zum einen ist alles und jedes heute auf Kurzlebigkeit hin produziert, und zum anderen birgt das Neue auch immer den Anspruch des Verbesserten in sich. Allerdings immer schon mit dem Verdacht, daß bald eine weitere Erneuerung nötig sein wird und zwar schon allein deswegen, weil allem, was neu ist schon im Ansatz die Langlebigkeit fehlt. 

Auf dem Hintergrund dieser Lebenshaltung hebt sich die Auferstehung angenehm ab. Denn in der Osternacht wird das Leben neu gemacht. Aber es wird nicht einfach durch ein neues Modell ausgetauscht. Christus erneuert unser Leben durch Seinen Tod und Seine Auferstehung nicht durch ein Produkt mit einer neuen, kurzlebigen Laufzeit. Er schafft das Leben – unser Leben, unser ganz persönliches Leben – neu, indem er ihm eine neue Lebendigkeit und Langlebigkeit einhaucht. Er nimmt uns und unsere zeitliche Existenz mit in den Ostermorgen und erfüllt es mit Ewigkeit.

Ostern feiern wir diese Neuwerdung des Menschen und der Welt. Der Jubel, der zu Ostern gehört, freut sich daran, daß diese Welt von ihren tiefen und unseligen Brüchen befreit ist und Christus uns unser Leben repariert wiederschenkt. Nicht zufällig wird den Aposteln deswegen als erster Auftrag bei ihrer ersten Begegnung mit dem Auferstandenen das Sakrament der Versöhnung anvertraut. Denn in der Beichte soll sich auf immer diese Reparatur alles Zerstörten und Gefallenen wiederholen. In ihr zeigt sich am Spürbarsten, was die Auferstehung dieser Welt geschenkt hat: den Ausweg aus Sünde und Tod. Christus hat am Kreuz auch unseren Tod besiegt und die Kirche zum Werkzeug, zum Sakrament dieser großartigen Reparatur des Lebens gemacht.

Unser Bischof Helmut hat begonnen, uns alle auf einen Weg mitzunehmen, dies neu zu entdecken und zu leben. Er bemüht sich nach Kräften, uns und die ganze Kirche von Aachen wieder näher an diese Quelle der Gnade zu führen, indem er selbst nach dem Vorbild des Guten Hirten aufbricht, um seine ihm anvertraute Herde zu den frischen Wassern zu führen, die Christus dieser Welt durch Seine Kirche erschlossen hat. Unser Bischof nennt dies „Erneuerung“ und meint damit jene Neu-Werdung, die immer und überall Chance und Aufgabe eines jeden ist, der den Namen Christi trägt. Es wird wohl eine Zeit dauern, bis dies alle verstanden haben, vor allem jene, die sich schon vor langer Zeit in Macht- und Strukturfragen verfangen haben und darin übersehen, daß jeder Einzelne immer wieder umkehren muß, damit die Kirche erneuert wird. Denn nur, wenn das Weizenkorn stirbt, bringt es reiche Frucht.

Gesegnete Ostern!                                                 Ihr Pastor Dr. Guido Rodheudt

Sühne

 

 

 

 

 

 

 

 

„Mission Manifest“

 Text als PDF hier.

Präambel — Nach menschlichem Ermessen wird die Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz in wenigen Jahren kaum mehr eine gesellschaftlich wahrnehmbare Rolle spielen. Das ist weniger schade um die Kirche als schlimm für die Menschen, die Gott verlieren oder Jesus nie kennenlernen. Wir sind katholische Christen in Österreich, Deutschland und der Schweiz, die unter der »Erosion des Glaubens«, von der Papst Franziskus spricht, leiden. Wir wissen: Unsere Heimatländer sind Missionsländer geworden. Wir sind bereit für Mission. Wir wünschen, dass unsere Länder zu Jesus finden. Wir laden alle ein, die sich verbindlich mit uns hineinbegeben wollen in eine Welle des Gebets. Wir möchten diejenigen zusammenführen, die den Mut zu ungewöhnlichen Schritten haben. »Das Gebot der Stunde«, sagt auch Papst Franziskus, »ist die pastorale Neuausrichtung, also dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des ›Aufbruchs‹ versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet«. (Evangelii Gaudium, 27) Viele Bischöfe sind diesem Aufruf gefolgt und haben ihn sogar noch verstärkt. Unsere Initiative von unten möchte sie unterstützen.

THESE 1
 — Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus Christus bekehren. Es ist nicht mehr genug, katholisch sozialisiert zu sein. Die Kirche muss wieder wollen, dass Menschen ihr Leben durch eine klare Entscheidung Jesus Christus übergeben. Sie ist ja weniger eine Institution oder Kulturform als eine Gemeinschaft, mit Jesus in der Mitte. Wer Jesus Christus als seinem persönlichen Herrn nachfolgt, wird andere für eine leidenschaftliche Nachfolge Jesu entzünden.

THESE 2
 — Wir wollen, dass Mission zur Priorität Nummer eins wird. Und zwar durch eine Fokussierung der finanziellen und personellen Ressourcen der Kirche auf die Evangelisierung. »Die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch!« (Ad gentes, 2) Der finale Auftrag Jesu an seine Freunde lautet: »Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern« (Mt 28,19). Eine Kirche die nicht freudig, und überzeugend auf alle zugeht, hat keine Mission; sie verliert ihr Warum und Wozu. Sie steht für nichts. Und sie schrumpft statt zu wachsen. Für unsere Länder heißt das: »The church will send or the church will end.«

THESE 3
 — Wir glauben, dass die Chancen nie größer waren als jetzt. Das Defizit an privater und gemeinsamer Hoffnung in der Welt wird von Tag zu Tag größer. Viele suchen und geben sich mit kleinen Antworten zufrieden. Dabei ist die denkbar größte Hoffnung bereits in der Welt. Das Evangelium hat nichts von seiner Attraktivität verloren. Wir Christen sind dazu da, diese Hoffnung zu teilen, statt sie für uns zu behalten. Wo das geschieht, wird es für Menschen unserer Zeit verlockend, Christ zu sein. Weltweit nehmen 200 Millionen Christen sogar Verfolgungen in Kauf, weil sie von Jesus, ihrer einzigen Hoffnung, nicht lassen können.

THESE 4
 — Wir sprechen alle Menschen in unseren Ländern an und machen keinen Unterschied (wie Jesus keinen Unterschied gemacht hat). Wir gehen auf Christen, Nichtchristen, Andersgläubige und Menschen, die nicht mehr glauben, zu. Es gibt keinen Menschen, für den Jesus nicht gestorben ist und der Jesus nicht kennenlernen sollte. Gott ist »die Liebe« (1 Joh 4,16) und will, »dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.« (1 Tim 2,4) Das wollen wir auch.

THESE 5
 — Wir glauben, dass unsere Mission so kraftvoll sein wird, wie es unsere Gebete sind. Ein missionarischer Neuaufbruch kann nicht anders beginnen als mit einem Neuaufbruch in Fasten und Gebet. Gott, der alle Menschen leidenschaftlich liebt, hat gehandelt und wird auch jetzt handeln, wenn wir ihn persönlich und rückhaltlos anrufen. Es werden Wunder geschehen. Gott wird den Menschen über den Weg laufen und sei es in Träumen und inneren Eingebungen. »Haben wir keine Scheu, Gott selbst um die schwierigsten Dinge zu bitten, wie die Bekehrung großer Sünder oder ganzer Völker.« (Charles de Foucauld).

THESE 6
 — Wir danken allen Christen außerhalb der katholischen Kirche, die heute schon mit Hingabe missionieren, taufen und Menschen zu Jesus führen. Wir Christen in der katholischen Kirche sehen ihre Treue zur Heiligen Schrift und ihre entschiedene Nähe zu Jesus. Wir haben Wertschätzung für die positiven Impulse der Reformation. Wir wollen demütig lernen – auch und gerade von den Freikirchen – und mit allen unseren Geschwistern in der Ökumene kooperieren, um selbst missionarischer zu werden. Wir wissen, dass die Welt nur zu Christus findet, wenn wir die Einheit wiederfinden und sie in Gebet und Mission schon heute einüben (vgl. Joh 17,21).

THESE 7
 — Wir müssen die Inhalte des Glaubens neu entdecken und sie klar und mutig verkündigen, sei es nun »gelegen oder ungelegen« (2 Tim 4,2). Wir haben sie durch Gottes Offenbarung empfangen, finden sie gefasst im Urdokument der Heiligen Schrift und lebendig überliefert im Verstehen der Kirche, wie es der Katechismus lehrt. Die Geheimnisse des Glaubens müssen vollständig, ganzheitlich, in rationaler Klarheit und in der Freude der Erlösten verkündigt werden. Sie müssen leuchten. Wer anderen Menschen den Glauben verkünden will, darf nicht dilettieren; er muss zuerst an sich arbeiten – an seinem Leben, an seiner Liebe und an seinem Wissen. Der missionarische Aufbruch erfordert eine neue Lernbewegung des Glaubens, denn wir haben verlernt, was es heißt missionarisch zu sein.

THESE 8
 — Wir wollen missionieren, nicht indoktrinieren. Die Mission Jesu zu überbringen, hat stets den Charakter einer Einladung; Mission ist die Sehnsucht, die eigene Freude mit anderen zu teilen; ein freies, respektvolles Angebot an freie Menschen. Mission bedeutet, den Menschen die Füße zu waschen, nicht den Kopf. Sie überredet nicht, übt keinen Druck aus und ist mit Zwang oder Gewalt unvereinbar. Christen sind nicht nur tolerant gegenüber Andersdenkenden – sie engagieren sich sogar aktiv für Religionsfreiheit. Den Wahrheitsanspruch des christlichen Glaubens vertreten wir ohne jede Aggression. Wir können unmöglich schweigen von der Hoffnung, die uns erfüllt. (1 Petr 3,15)

THESE 9
 — Wir brauchen eine »Demokratisierung« von Mission. Nirgendwo steht, dass die Mission, die Jesus uns gegeben hat, sich auf Spezialisten, professionelle Verkündiger, Theologen, Kleriker oder Mitglieder von Ordensgemeinschaften beschränkt. Missionarisch zu sein ist der Auftrag Christi an alle Getauften. Mission beschränkt sich auch nicht auf bestimmte (»nichtchristliche«) Länder, Kulturen und/oder Religionen. Mission ist jederzeit und überall. Sie ist die große, oft vergessene Querschnittsaufgabe aller Christen in allen Ländern und Kulturen.

THESE 10
 — Wir müssen uns selbst zur Freude des Evangeliums bekehren, um andere zu Jesus führen zu können. Wo wir uns im Denken, Handeln und Fühlen einem allgemeinen humanistischen Mainstream angepasst haben, müssen wir entschiedene Anstrengungen unternehmen, um uns, wie Papst Benedikt XVI. sagt, von der Weltlichkeit der Welt zu lösen. Nur als geisterfüllte »neue Menschen« haben wir missionarisches Profil. Wir sollten allerdings damit rechnen, dass der ersehnte Aufbruch im Glauben nicht immer nur eine Erfolgsgeschichte sein wird. Doch im treuen und freudigen Zeugnis für Jesus erstrahlt auch aus Leiden und Widerständen eine Schönheit, die früher oder später fruchtbar wird.

Man kann sich damit abfinden, dass die Kirche zu Ende geht. Oder entschlossen gegensteuern. So wie es heute schon zahlreiche religiöse Gemeinschaften, Bewegungen, Organisationen und Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz tun. Sie haben eine gemeinsame Vision: Mission – hier bei uns, unter Freunden und Nachbarn, in unserem Alltag.
 
Was das genau heißt, warum es die vielleicht letzte Chance für das Christentum ist, zu überleben und wie das wirklich funktionieren kann, das zeigen die Autoren in ihrem »Mission Manifest«. Ohne lange Herumzureden, sondern in zehn klaren Thesen.
 
Die 10 Thesen stammen aus der Feder von:
Michael Prüller, Markus Wittal, P. Karl Wallner OCist, Sophia Kuby, Maximilian Oettingen, Marie-Sophie Maasburg, Johannes Hartl, Bernhard Meuser, Martin Iten, Katharina Fassler-Maloney, P. Hans Buob Sac.

Zu den Erstunterzeichnern gehören:
Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln
und
Stefan Oster, Bischof von Passau

GR

DIE TAGESPOST, 25. November 2017
„Horrorvision engagierter Seminaristen“

Großpfarreien schaden Hirten und Herde und machen den Priesterberuf unattraktiv
Ein Gespräch über Strukturreformen mit Pfarrer Dr. Guido Rodheudt

Zeitungsartikel als PDF hier.

gertrud

Aachener Nachrichten, 30. August 2017
Neuer Glanz und moderne Technik

Die Kirche St. Gertrud in Herzogenrath wird mit großem Aufwand saniert. Rund 800 000 Euro werden investiert

Zeitungsartikel als PDF hier.

 

KigaG

Aachener Nachrichten, 6. September 2017
Die Gemeinde St. Gertrud ist in echter Feierlaune
50. Geburtstag des Kindergartens und des Jugendzentrums HOT sowie die Wiedereröffnung der Pfarrkirche nach der Sanierung

Zeitungsartikel als PDF hier

Gertrud

Herzlich willkommen auf der Webseite der katholischen Pfarrgemeinde St. Gertrud in Herzogenrath! Die Ausrichtung der Arbeit in St. Gertrud ist zusammengefaßt in unserem Pastoralkonzept. Dies finden Sie hier (PDF). Seit dem 1. Mai 2005 umfaßt die Kirchengemeinde das Gebiet der ehemaligen Nachbargemeinden St. Mariä Himmelfahrt, St. Gertrud / Afden und St. Antonius / Niederbardenberg. Diese Fusion entstand durch den allgemein spürbaren Priestermangel, der dazu führte, daß seit dem Jahre 2002 alle drei Einzelgemeinden unter einer gemeinsamen Leitung stehen. Dies führte zu einer verstärkten Zusammenarbeit unter den Nachbargemeinden, die das Bedürfnis entstehen ließ, auch nach außen eine rechtlich geeinte Größe darzustellen. So wurden durch einstimmigen Beschluß der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte die Kirchengemeinde St. Marien und St. Antonius aufgelöst und nach St. Gertrud inkorporiert, so daß nun die "neue" Pfarrei auch den gemeinsamen Namen der Pfarrpatronin, der hl. Gertrud von Nivelles, trägt. Näheres zur Geschichte unserer Pfarrei finden Sie hier

Das Leben in St. Gertrud ist wie in allen katholischen Pfarreien vielfältig. Quelle und Höhepunkt des gesamten Lebens ist zunächst die Feier der Hl. Eucharistie. Sie bildet nach dem Willen Jesu Christi die Gemeinde. Nicht äußere Aktivitäten oder gemeinschaftliches Tun ist der Kern der Pfarrei, sondern Jesus Christus, dessen Gedächtnis wir in der Hl. Messe begehen. Das Kreuzesopfer von Golgatha, das sich auf unblutige Weise im Hl. Messopfer auf unseren Altären vergegenwärtigt, ist die Voraussetzung allen Tuns. Von der Hl. Messe geht alles Leben aus und zu ihr strömt alles zurück. Alle Sorgen und Probleme, aller Dank und Lobpreis finden hier ihre Antwort durch Gottes Gegenwart unter uns. Neben der Hl. Messe ist es das Sakrament der Versöhnung, die hl. Beichte, die zum Gnadenleben der Pfarrei beiträgt. Das Beichtsakrament kann wöchentlich und nach Terminabsprache empfangen werden.

Gestärkt durch die Sakramente und die Feier des Glaubens verwirklicht die Pfarrgemeinde ihren Auftrag in der Caritas und in der Verkündigung. Katechese und Jugendarbeit, Kindergruppen und die offene Jugendpflege im Haus der Offenen Tür (HOT), Altenbetreuung und Gemeindefeste und die Sorge für Kranke und Behinderte sowie die Erwachsenenbildung sind die Bereiche, in denen wir in St. Gertrud versuchen, dem Auftrag Christi gerecht zu werden. So verbinden sich in St. Gertrud Traditionsbewußtsein und zeitgemäße Seelsorge auf sakramentaler Basis. Geleitet wird die Seelsorge von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, dem jedoch eine große Zahl ehrenamtlicher Helfer zur Seite steht. Auf den folgenden Seiten finden sie alle notwendigen Informationen zu St. Gertrud. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich persönlich an einen unserer Mitarbeiter - siehe Kontakte-. Herzlich willkommen zu unseren Gottesdiensten und zu allen Veranstaltungen in St. Gertrud! Wir würden uns freuen, Sie persönlich kennenzulernen!