Katholische Pfarrgemeinde St. Gertrud Herzogenrath
 

Trauung

Trauung

Nach dem Willen Jesu Christi ist die Ehe nicht nur ein vertraglich geregeltes Miteinander von Mann und Frau, sondern ein Lebensbund. Der Herr nennt den Ehebund unauflöslich, wenn Er im Matthäus-Evangelium darauf hinweist, daß der Mensch das nicht trennen darf, was Gott verbunden hat. Anders als bei der Naturehe oder der standesamtlichen Trauung ist die Grundlage der christliche Ehe nicht allein eine pragmatische Intention oder gar eine wirtschaftliche Absicht (Ehe als Versorgungsinstitut), sondern die Liebe von Mann und Frau.

Nach der Botschaft des Evangeliums und der Lehre der Kirche ist deshalb die Ehe der Ort der Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Hier hinein gehören auch die Sexualität und die Elternschaft als von Gott für die eheliche Gemeinschaft vorgesehene Dimensionen des Menschseins. 

Christen, die als Mann und Frau eine Lebensgemeinschaft eingehen möchten, sind daher vom Anspruch des Evangeliums und nach den Geboten der Kirche aufgerufen, sich das Ehesakrament zu spenden. Dabei sind es nach katholischer Lehre die Brautleute selbst, die sich einander antrauen. Der assistierende Priester ist lediglich als Amtsträger für die reguläre Form zuständig, in der die Trauung gehalten wird. Den Bund miteinander und mit Gott stiften die Brautleute selbst. Die Aufgabe des Priesters ist es, die Willensbekundung im Ja-Wort entgegenzunehmen und den Bund der Ehe zu segnen.

Allen Brautpaaren, die sich entschieden haben, vor Gott eine Ehe einzugehen, gratulieren wir an dieser Stelle herzlich zu der Entscheidung, Gott zur Mitte ihrer ehelichen Gemeinschaft zu machen. Gott selbst wird der "Dritte im Bunde" sein, wenn Sie sich das Ja-Wort geben und damit das Sakrament der Ehe spenden. Er schenkt allen, die sich gemeinsam Ihm anvertrauen Seine Gnade und befestigt den Lebensbund der Ehe mit Seiner Gegenwart. Schon jetzt wünschen wir allen Brautpaaren, daß sie Kraft und Mut finden, jeden Tag aufs neue "Ja" zu sagen und so die Treue zu halten. Denn davon lebt eine Ehe - auch und gerade in schweren Stunden. 

In den folgenden Zeilen finden sich einige Informationen für Paare, die in der Pfarrkirche St. Gertrud oder in einer der beiden Filialkirchen St. Marien oder St. Antonius heiraten möchten. Hier sind einige praktische Hinweise zusammengestellt, die schon einiges klären, bevor im persönlichen Gespräch mit dem Pfarrer die Trauungsfeier vorbereitet wird.

Diese Informationen sind hier zum Download und Ausdruck abrufbar (PDF).

Eheschließung in St. Gertrud-Herzogenrath mit den Filialkirchen St. Marien und St. Antonius

Informationen für Brautpaare

Terminwahl:

Wenn es um die Auswahl eines Trauungstermins geht, wenden Sie sich bitte an unsere Pfarrsekretärin, Frau Lütgens (Tel: 02406 / 3566 – Öffnungszeiten: Mo/Di/Do 9.30 – 11.30 Uhr; Mi 17.00 – 19.00 Uhr – eMail: pfarrbuero(at)st-gertrud.info -.

Bitte klären Sie den Termin frühzeitig und bevor Sie das Restaurant o.ä. gebucht haben. Andernfalls ist es möglich, daß zu dem von Ihnen bereits festgelegten Termin keine Möglichkeit zu einer Trauung besteht. Um Ihnen selbst ein unangenehmes Suchen nach einem anderen Geistlichen oder einer anderen Kirche zu ersparen, machen Sie bitte die Terminabsprache mit uns nicht zum Schlußlicht in der Kette der Vorbereitungen. 

Ehevorbereitung:

Beim Ehevorbereitungsgespräch mit dem Ortspfarrer werden Ihre Personalien aufgenommen. Außerdem geht es dabei um die Inhalte einer christlichen Ehe. Dies dient dazu, keine Unklarheiten darüber bestehen zu lassen, was eine christliche Ehe von ihrem Wesen her ist, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen und welche Verpflichtungen Sie übernehmen, wenn Sie gültig kirchlich heiraten wollen. Das Protokoll, das bei diesem Gespräch erstellt wird und von Ihnen und vom Geistlichen unterschrieben wird, stellt die rechtliche Grundlage Ihrer Eheschließung dar. Den Ort der Trauung können Sie selbst wählen.

Liturgische Vorbereitungen:

In einem zweiten Gespräch setzen wir uns dann zusammen, um den Gottesdienst vorzubereiten, in dem Sie sich das Ja-Wort geben. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der gottesdienstlichen Feier: Ihre Trauung kann im Rahmen eines Wortgottesdienstes oder innerhalb einer Heiligen Messe gehalten werden. Beide Formen sind grundsätzlich in gleicher Weise feierlich. Jedoch ist die Wahl einer Heiligen Messe nur dann angesagt, wenn Sie regelmäßig am Sonntag den Meßbesuch praktizieren und von sich sagen können: ich lebe mit und aus der Heiligen Messe. Ist dies nicht der Fall, ist ein Trauungsgottesdienst ohne Eucharistie sinnvoller, zumal dann eine Reihe von Gottesdienstelementen wegfällt, die unter Umständen für Sie und Ihre Angehörigen ungewohnt und schwer nachvollziehbar sind. 

Im Rahmen der liturgischen Ordnung können Sie bei der Vorbereitung des Gottesdienstes aktiv mitwirken durch die Auswahl der Texte aus der Heiligen Schrift (Lesung und Evangelium), der Fürbitten, der Gemeindelieder und der musikalischen Elemente. Angehörige und Freunde können gerne die Lesung oder die Fürbitten vortragen, wenn sie dafür geeignet sind. Grundsätzlich ist dies kein "Muß", sondern eine Möglichkeit, die Sie zur Mitgestaltung haben. Die Hauptsache ist, daß Sie in jedem Fall innerlich bei der Sache sind und den Gottesdienst in seinen einzelnen Teilen gut mitvollziehen können. Dazu dient in erster Linie das zweite Gespräch, das wir in zeitlicher Nähe zum Hochzeitstag führen werden.

Musikalische Gestaltung:

Der Gottesdienst wird musikalisch von unserem Kantor Herbert Nell mit Orgelmusik begleitet. Dadurch entstehen Ihnen keine besonderen Kosten. Herr Nell ist auch Ihr Ansprechpartner für die gesamte musikalische Gestaltung. Sollten Sie besondere Wünsche haben (Sologesang, Instrumentalmusik, Chor etc.), dann setzen Sie sich bitte frühzeitig mit ihm in Verbindung. Im Falle einer Begleitung von Chor, Solisten u. ä. seitens Herrn Nell erbitten wir einen Kostenbeitrag von 50,- €, zugunsten des Kirchenmusikfonds unserer Pfarrgemeinde. Kosten für etwaige Sonderproben des Organisten oder Honorarforderungen der Solisten müssen Sie ggf. selbst übernehmen und auch direkt mit den Betreffenden aushandeln. 

Die Entscheidung über die Auswahl der Musikstücke fällt der Kantor nach Rücksprache mit dem Pfarrer. Sollten Sie im Vorfeld Zweifel haben, ob das eine oder andere, das Sie sich wünschen, in den gottesdienstlichen Rahmen paßt, melden Sie sich bitte frühzeitig bei Herrn Nell, noch bevor Sie Solisten oder andere Musiker unter "Vertrag" nehmen. Bei der Suche nach Solisten oder Instrumentalisten ist Herr Nell Ihnen gerne behilflich (auch unser Gospelchor An.Ge.lus steht Ihnen nach Terminabsprache mit seinem Repertoire aus amerikanischen Gospels und Neuem Geistlichem Lied in deutscher Sprache zur Verfügung). 

Für die musikalische Gestaltung gilt als Rahmenbedingung, daß sie grundsätzlich in den Gottesdienst passen muß. Daher besteht die Auswahlmöglichkeit musikalischer Beiträge nur im Rahmen geistlicher Musik, wobei dies keine Frage der Stilrichtung ist, die Sie wählen. 

Nicht möglich ist der Einsatz von rein weltlicher Musik – egal ob aus älterer Herkunft oder aus der Popmusik – weil sich diese Musik und auch deren Texte nicht der Verehrung Gottes widmen, was aber der Sinn eines Gottesdienstes ist. Die Stücke können selbstverständlich in sich schön sein und auch subjektiv gut gefallen, lassen sich aber unter Umständen nicht in den Gottesdienst einbauen, dessen Musik immer eine Form von klingendem Gebet ist (wir sind diesbezüglich noch einmal im Jahre 2001 von unserem Aachener Bischof per Dekret gehalten worden, diese Ordnung einzuhalten). 

Auch Musik von Tonträgern ist der gottesdienstlichen Handlung gegenüber unangemessen, weil in der Liturgie nach kirchlicher Tradition die Anwesenden – oder wenigstens die Musiker stellvertretend für sie – Gott loben und preisen und nicht ein CD-Player oder ähnliches. 

Wir bitten Sie um Verständnis für diese Bemerkungen im Vorfeld. Aber sie erscheinen nötig, weil in den letzten Jahren mehr und mehr Anfragen bezüglich der Musik bei Trauungsgottesdiensten in eine Richtung gehen, die den Sinn und das Wesen des Gottesdienstes verkennen. 

Falls Sie zum Mitverfolgen und als Erinnerung an Ihren Trauungsgottesdienst ein Textheft zusammenstellen möchten, ist Ihnen Herr Nell gerne bei der Erstellung behilflich. Sie können bei ihm Musterexemplare einsehen, und er hilft Ihnen auch beim Korrekturlesen, damit am Ende alles stimmt (Reihenfolge, liturgische Begriffe etc.), bevor das Heft in Druck geht. 

Blumenschmuck:

Altargestecke sind grundsätzlich in der Kirche vorhanden und brauchen nicht von Ihnen besorgt zu werden. Falls Sie spezielle Blumen auf dem Altar wünschen, sind die Gestecke vom Vertragsfloristen unserer Pfarrkirche (Blumen Langguth im REWE-Markt / Bardenberg) auf Ihre Kosten zu erstellen. Auch hier können wir Ihnen gerne über die Kosten der Blumenrechnung eine Spendenquittung ausstellen. Blumenschmuck an den Kirchenbänken ist nach Ihrem persönlichen Geschmack möglich. Bezüglich der Anbringung setzen Sie sich bitte mit dem Küster in Verbindung - siehe Kontakte -. Das Streuen von Blüten beim Auszug aus der Kirche (Streuengelchen) ist möglich. Jedoch bitten wir Sie, vor der Kirche weder Blüten noch Reis oder ähnliches zu streuen. Sollte dies dennoch geschehen – z.B. durch wohlmeinende Angehörige und Freunde – dürfen wir Sie höflichst bitten, die Säuberung selbst zu übernehmen bzw. deren Kosten zu tragen. 

Fotografieren:
Beim Fotografieren und Videofilmen haben Sie freie Hand. Allerdings bitten wir den Fotografen, sich nur außerhalb des eigentlichen Altarraumes zu bewegen. Eine entsprechende Einweisung kann kurz vor dem Gottesdienst in der Sakristei stattfinden.

Sonstiges:

Zur Erinnerung an Ihre Trauung können Sie gerne eine Hochzeitskerze besorgen, wenn Sie dies wünschen. Sie wird dann im Altarraum aufgestellt und innerhalb des Gottesdienstes gesegnet. Auch Ihre Taufkerzen können Sie beim Gottesdienst brennen lassen. Geeignete Hochzeitskerzen, auch mit entsprechendem Datum, erhalten Sie z.B. bei der Firma "Kerzen Engel" am Aachener Dom (Spitzgäßchen).

In der Regel sind Meßdiener beim Trauungsgottesdienst anwesend. Dies ist zwar ein Ehrendienst, dennoch würden sich die Kinder und Jugendlichen über eine kleine Spende für die Meßdienerkasse freuen. Sie kann vom Pfarrer entgegengenommen werden. - Siehe Sponsoring -

Beichte:

Vor dem Empfang des Ehesakramentes ist der Empfang des Bußsakramentes (Beichte) vorgesehen. Viele tun sich jedoch damit schwer, weil sie lange nicht mehr gebeichtet haben oder nicht mehr recht wissen, wie eine Beichte abgelegt wird. Um Mißverständnisse und Vorbehalte abzuwenden, werden Ihnen im persönlichen Gespräch mit dem Pfarrer eine Reihe von Hilfestellungen angeboten. Eine Hilfe zur Gewissenserforschung finden sie auch auf unserer Webseite unter Beichte. Die Beichthilfe "Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben." erhalten Sie kostenfrei beim Ehevorbereitungsgespräch. 

Beichtgelegenheit besteht grundsätzlich bei jedem Priester Ihrer Wahl. Selbstverständlich steht Pfarrer Dr. Rodheudt auch als Beichtvater zur Verfügung, sofern Sie dies wünschen - samstags von 17 bis 18 Uhr vor der Vorabendmesse im Beichtstuhl der Pfarrkirche St. Gertrud oder nach persönlicher Terminabsprache im Pfarrhaus. Fragen Sie ruhig auch nach Empfehlungen von auswärtigen Beichtgelegenheiten.

Dies war nun eine Reihe von Hinweisen äußerer und innerer Art. Aber diese Fragen gehören genauso dazu wie das Aussuchen des Essens oder die Auswahl der Musik bei der anschließenden Hochzeitsfeier. 

Nun bleibt uns nur noch, Ihnen Gottes Segen und eine frohe Erwartung für die Zeit bis zu Ihrer Eheschließung zu wünschen. 

Und daß Sie eines über aller Vorbereitung nicht vergessen: daß Sie selbst einander das schönste Hochzeitsgeschenk sind, auf das Sie sich freuen dürfen!

Für die Pfarrgemeinde St. Gertrud
Dr. Guido Rodheudt, Pfarrer